Fehler
  • Fehler beim Laden des Feeds

Warum "Bürokratieabbau" immer nur eine Worthülse bleiben wird

geschrieben von  Christian Riegler am Dienstag, 29 April 2014

Wie oft haben wir schon von Politikern die Versprechung von Bürokratieabbau gehört?

Und wie viel wurde davon bisher umgesetzt? ... bzw. kann es sein, dass es vielleicht in den letzten Jahren noch schlimmer geworden ist?

Wir müssen längst schon von Bürokratismus sprechen - und nicht mehr von Bürokratie.


Für ein besseres Begriffs-Verständnis ein Auszug aus Wikipedia:

Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie. Eine Übersteigerung der Bürokratie wird als Bürokratismus bezeichnet: eine bürokratisch überzogene Handlungsorientierung, welche die Vorschrift über den Menschen stellt und ihn weitgehend als Objekt behandelt. Umgangssprachlich werden Bürokratie und Bürokratismus oft synonym verwandt.

 

Die Antworten auf die Frage ist eigentlich ganz simpel:

Viel Bürokratie bedeutet viele Arbeitsplätze. Dies natürlich unabhängig davon ob die "Arbeit" Sinn macht oder nicht. Daher kann es sich die Politik gar nicht leisten, Bürokratie abzubauen, denn ein "wirklicher" bzw. "spürbarer" Abbau hätte einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge. Dies auf Gemeinde-, Landes-, nationaler sowie internationaler Ebene. Wir sind also alle unmittelbar davon betroffen.

 

Das Schlimme dabei ist, dass wir uns diesen Bürokratismus eigentlich schon lange nicht mehr leisten können, denn die Nachteile sind verheerend:

  • Hohe Kosten für die gesamte Gesellschaft (Unternehmen sowie Bürger)
  • Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Nationen mit weniger Bürokratismus
  • Standortnachteile
  • Unflexibilität und Starrheit
  • Zunehmende Rückständigkeit durch zeitraubende Prozesse
     

Einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt es nur durch eine radikal neue Denkweise wie z.B. das Konzept des "bedingunglosen Grundeinkommens" gepaart mit einer massiven Vereinfachung der gesamten Gesetzgebung und Streichung fast aller Fördergelder. Dies hätte unter anderem eine Entmachtung der Politik sowie des Beamtenstaates zur Folge.

Alles ganz einfach, oder?

 

Gelesen 1209 mal
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Share if you like it on your social media
Christian Riegler Besuchen Sie Christian Riegler auf roiteam.com
von Christian Riegler

Kommentare

2 Kommentare

  • Christian Riegler

    Vielen Dank Herr Egger für Ihren Beitrag. Sicherlich wollte ich mit meinem Blog provozieren bzw. aufrütteln, und wie es scheint, ist mir dies auch gelungen...;-)

    Die ganze Thematik ist natürlich sehr komplex und man könnte (noch viele weitere) Bände darüber schreiben. Wie sie ja auch selbst geschrieben haben, gibt es "einen fatalen Wunsch alles zu regeln" usw. - hier haben Sie vollkommen recht: diese - aus meiner Sicht - völlige Überreglementierung sichert zwar viele Arbeitsplätze, kommt der Gesellschaft aber insgesamt teuer zu stehen.

    Die Politik sollte den Bürgern endlich wieder mehr Verantwortung "zurückgeben", Gesetze, Verfahren und Systeme stark vereinfachen und die daraus resultierenden Konsequenzen in Kauf nehmen: die Reduzierung von Arbeitsplätzen in der Verwaltung! Hierfür braucht es Politiker/innen mit viel Mut, einem äußerst dicken Fell und unendlich viel Durchhaltevermögen..... und der Druck zur Kosteneinsparung muss sehr hoch sein.... vielleicht klappt es dann ja so langsam mit dem Bürokratieabbau....

    Freundliche Grüße
    Christian Riegler

    Christian Riegler | Dienstag, 01 Juli 2014 15:56
  • Klaus Egger

    Keine Chance oder BGE? Ist der Pendelausschlag nicht ein bisschen extrem? Und das "nur" Arbeitsplätze daran Schuld sein sollten, dass der Bürokratismus nicht abgebaut werden kann, finde ich auch zu kurz gegriffen. Was ist denn mit dem (fatalen) Wunsch alles zu regeln, alles rechtlich abzusichern, alles in (scheinbare) Sicherheit wiegen zu wollen?

    Würde mir eine Vertiefung der Aussagen in einem weiteren Beitrag wünschen. So stehen gelassen mögen sie zum provozieren reichen, zum informieren sind sie mir zu wenig.

    Klaus Egger | Samstag, 21 Juni 2014 09:33

Schreibe einen Kommentar

Diese Webseite verwendet Cookies

Wir und unsere Partner verwenden Cookies, um unsere Dienste zu erbringen und Ihnen Werbung entsprechend Ihrer Interessen anzuzeigen. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie in unseren Cookie-Richtlinien. Durch die Nutzung unserer Internetseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.

RETURN ON BLOG
Rund um Südtirol´s Wirtschaft
für Unternehmen, Unternehmer,
Führungskräfte & Interessierte.

ROI TEAM CONSULTANT GMBH
Siemens Straße 23
I - 39100 Bozen (BZ)
Südtirol / Italien

E-Mail        info@roiteam.com
Website    www.roiteam.com