Artikel von Matthias Baumgartner

Als zweiten Bereich möchte ich die Umsatzprognosen für den Sektor Fleischwaren vorstellen.

Zu den Fleischwaren zählen alle verarbeiteten Fleischwaren wie Schinken, Speck und Wurstwaren. Nicht Teil der Statistik sind hingegen Frischfleisch und Fertiggerichte, auch handwerklich hergestellte Fleischwaren zählen nicht dazu.

 

Abbildung 1: Quelle www.statista.com

 

 

Die Umsätze in Italien, Deutschland und Österreich sollen laut Prognose in den nächsten 5 Jahren zwischen 5-8% wachsen. In der Schweiz wird hingegen ein Rückgang um 7,2% erwartet.

 

Interessant ist jedoch wie die Umsatzsteigerungen zu Stande kommen.
Während in Deutschland und Österreich der Absatz pro Kopf zurückgeht und die Durchschnittspreise teils deutlich steigen, sinken in Italien die Preise,  jedoch steigt der Pro Kopf Konsum.

Lesen Sie dazu auch den ersten Teil der Serie Umsatzprognose ausgewählter Sektoren. 


In den folgenden Wochen und Monate möchte ich euch die Umsatzprognosen für die Märkte Italien, Deutschland, Österreich und Schweiz verschiedener Wirtschaftsbereiche vorstellen.

Im ersten Teil der Blogserie werden die Milchprodukte unter die Lupe genommen.

Zu den Milchprodukten zählen Konsummilch, Joghurt- und Sauermilcherzeugnisse, Frischkäse und Käse. Nicht Teil der Statistik sind hingegen Trockenmilcherzeugnisse, Butter sowie Milchersatzprodukte.

 

Wie in der Grafik ersichtlich, wird der Umsatz mit Milchprodukten in Italien laut Prognose um über 11% zurückgehen, währenddessen die Umsätze in den DACH Ländern (Österreich und Deutschland bis moderat Schweiz) deutlich steigen werden.

Die Aussichten im italienischen Markt sehen also nicht unbedingt rosig aus. Ein Grund mehr für Südtiroler Unternehmen in diesem Sektor noch mehr Fokus auf den Export zu legen.


Donnerstag, 03 August 2017 09:04

Elektromobilität, ein kritischer Blick

Der Hype um Elektrofahrzeuge nimmt derzeit noch nie dagewesene Ausmaße an. Staaten verbieten Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren, Autofirmen wollen komplett auf deren Herstellung verzichten oder bauen das Elektroangebot deutlich aus.

Zeit um einen kritischen Blick auf die aktuell noch zu lösenden Probleme zu werfen. 
 

Problem 1: Batterien

Hochleistungsbatterien werden in Millionenanzahl benötigt werden. Vor allem Lithium als Rohstoff wird hochbegehrt, da die Vorkommen begrenzt sind. Zudem ist auch das Thema der Wiederverwendung und Entsorgung der Batterien nicht geklärt.

Problem 2: Effizienz der Fahrzeuge

Betrachte man rein die Effizienz des Fahrzeuges an sich, ist der Elektromotor dem Verbrennungsmotor um Welten überlegen. Während beim Elektroauto zwischen 80-90% der Leistung auf die Straße kommt, beträgt diese bei den Verbrennern knapp 30-40%. Wird jedoch die gesamte Kette inklusive der Stromgewinnung und des Transports miteinbezogen, so sinkt der Wirkungsgrad der Elektrofahrzeuge aktuell auf deutlich unter 30%. Das bedeutet, dass insgesamt mehr Primärenergie gebraucht wird.

Problem 3: Steigender Primärenergiebedarf

Eine kurze Überschlagsrechnung für Deutschland: Ein E-Auto welches 15.000 km pro Jahr fährt benötigt ca. 3000 kWh Strom. Allein der Austausch der gesamten PKW Flotte Deutschlands (ca. 40 Mio. Fahrzeuge) würde einen Mehrbedarf an Energie von 120 Terawattstunden betragen. Umgerechnet sind das 20 Gaskraftwerke, 5000 Offshore Windanlagen oder 27 Mio. kleine Solaranlagen auf Privathäusern.
 

Diese Probleme gilt es zu lösen, damit Elektromobilität aus ökologischer Sicht wirklich eine Verbesserung mit sich bringt. Durch das Aufkommen der Elektrothematik, werden die Innovationen in der gesamten Autobranche, welche in den letzten Jahren sehr wenig zu bieten hatte, stark angefacht.


"Grundsätzlich sollte eine Politik, die von der Industrie schnelle technische Lösungen erwartet, die Schnelligkeit auch für sich entdecken."  (Franz Fehrenbach)


Mittwoch, 03 Dezember 2014 09:20

Was Unternehmen vom Fußball lernen können!

Als begeisterter Fußballer habe ich mir neuerdings gedacht, dass eine Fußballmannschaft doch recht viele Ähnlichkeiten mit einem Unternehmen hat.

Zuallererst ist Fußball ein Sport, welcher mit 11 Spielern plus Reservespielern bestritten wird. Und wie im Fußball diese 11 Spieler entscheidend sind ob ein Team gewinnt, so ist schlussendlich auch in einem Unternehmen das Personal die treibende Kraft, ob ein Unternehmen erfolgreich ist.

Des Weiteren hat in einer Fußballmannschaft jeder Spieler ganz spezifische Aufgaben und Räume abzudecken, so wie auch im Unternehmen die Rollenverteilung klar definiert sein sollte:

  • Da wären einmal die Innenverteidigung und der Torwart: ihre Hauptaufgaben sind Tore zu vermeiden, nichts anbrennen zu lassen sowie dem restlichen Team Vertrauen zu geben. In einem Unternehmen kann diese Aufgabe mit jener der Verwaltung verglichen werden, welche durch eine fehlerlose und präzise Arbeit den restlichen Mitarbeitern das notwendige Vertrauen schenken kann.
     
  • Dann kommen die Effizienzmaschinen Außenverteidiger und Flügelspieler, die durch ein hohes Laufpensum das Spiel antreiben. Im Unternehmen könnte dies mit der Produktion und dem Einkauf für die Herstellung der Produkte verglichen werden.
     
  • In der Mitte des Feldes ist dann ein guter Regisseur gefragt, welcher den Überblick bewahrt und das Spielgeschehen kontrolliert. In einem Unternehmen sind das die Aufgaben eines guten Controllers.
     
  • Zu guter Letzt ist für den Erfolg eines Teams aber entscheidend, dass vorne ein „Knipser“  ist, welcher die Tore schießt. So braucht jedes Unternehmen gute Verkäufer, welche die Aufträge abschließen und die „PS auf die Straße bringen“.
     
  • An der Seite braucht ein Fußballteam dann einen Trainer, der die Richtung vorgibt und ausbessernd eingreift, sollte das Spiel nicht in die gewünschte Richtung verlaufen. Dies sind die typischen Aufgaben des Geschäftsführers.

Zum Schluss benötigt ein Fußballteam immer ein Saisonsziel und eine gute Taktik. Im Unternehmen bedeutet dies die Erstellung einer Strategie und das Verfolgen von Jahreszielen.


Jedes Unternehmen sollte ein Strategiepapier und einen Businessplan besitzen, um seine Ziele in schriftlicher Form festzuhalten und diese in regelmäßigen Abständen wieder einer Revision zu unterziehen.

In diesen Businessplänen werden meist mehr oder weniger realistische Annahmen zu Umsatzwachstum, Margenverbesserung und Kostenreduktion getroffen. Fast immer fehlen jedoch zwei entscheidende Bauteile: WARUM will man diese Ziele erreichen und WIE möchte man diese Objektive schaffen?

So wie der gute Feldherr und General vor einem Eroberungsfeldzug die Fragen „WARUM ziehen wir dorthin?“ und „WIE viele Pferde, Fußsoldaten und Kriegsgeräte brauchen wir?“, sollte auch der gute Unternehmer in seiner Strategie das WARUM und WIE verstärkt in den Vordergrund stellen.

Eine einfache Möglichkeit, um das WIE in eine Strategie bzw. in einen Businessplan einzubauen, sind auf die strategischen Ziele abgestimmte konkrete Maßnahmen zu definieren und dafür Messgrößen festzulegen, welche in regelmäßigen Abständen besprochen werden.

Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Ihr Strategiepapier (so wie in vielen Fällen) schubladisiert wird.


Fast wöchentlich hört man derzeit von Hiobsbotschaften über Firmen, die Konkurs anmelden mussten, mit all den negativen Folgen für Mitarbeiter, Lieferanten und nicht zuletzt Eigentümern. Der endgültige Grund für den Konkurs wird in den allermeisten Fällen dann eingeleitet, wenn einem der Gläubiger der Kragen platzt. Dem voraus geht aber meist eine lange Zeit des Niedergangs, welcher von Unternehmern und auch Beratern oft nicht erkannt wird.

Worüber man hingegen nicht liest, sind Botschaften von Firmen, die rechtzeitig die Reißleine gezogen haben, um rechtzeitig einen Ausweg zu finden.

In vielen Fällen kann dabei festgestellt werden, dass das operative Geschäft zwar nach wie vor rentabel ist, die Schulden jedoch durch Eigen- oder Fremdverschulden aber auf ein unerträgliches Maß angestiegen sind und die Rückzahlfähigkeit des Unternehmens zu gering ist.

In diesen Fällen ist meist nicht die Liquidation des Unternehmens der beste Ausweg für Unternehmer und Gläubiger, sondern eine Reduzierung der Kapitallast und Weiterführung des Unternehmens.

Sollten auch Sie sich in einer schwierigen Lage befinden, schauen auch Sie der Realität ins Auge und holen Sie sich professionelle Hilfe. Wir sind gerne bereit, Ihre Situation zu analysieren, ein Konzept zu entwickeln und Sie bei Bankgesprächen zu begleiten.


Dienstag, 04 März 2014 08:48

Strategieberatung in der Praxis - Teil 3

Die Umsetzung der Strategie: Translating Strategy into action

 

"Ein guter Plan heute, ist besser als ein perfekter Plan morgen."
George S. Patton


Dienstag, 25 Februar 2014 09:04

Strategieberatung in der Praxis - Teil 2

Inhalte einer guten Strategie

 

"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben."
A. Einstein


Donnerstag, 20 Februar 2014 14:25

Strategieberatung in der Praxis - Teil 1

Die Strategieerstellung

 

"Wer vom Ziel nichts weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis,
all sein Leben traben."

Christian Morgenstern


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